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4. Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt am 17. April 2011
Zum vierten Mal fand am 17. April 2011 in Sachsen-Anhalt der Tag der Industriekultur statt. Mehr als 35 Museen, Besucherbergwerke und andere Objekte der Industriekultur zwischen der Altmark und Zeitz und zwischen dem Harz und der Lutherstadt Wittenberg öffneten ihre Türen und boten den Besucherinnen und Besuchern ein besonderes Programm. Auch in diesem Jahr waren wieder mehrere produzierende Unternehmen mit vertreten, die an diesem Tag Führungen durch ihre Betriebe anboten.
Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist im Internet unter www.industrietourismus.de abrufbar.
Historisch betrachtet entstanden auf dem Territorium des heutigen Landes Sachsen-Anhalt viele bahnbrechende Erfindungen und Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Die industrielle Entwicklung in Deutschland und Europa wurde über Jahrzehnte von hier mit geprägt.
Waren zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert vor allem die Zuckerindustrie, der Maschinenbau und die Eisenbahn Motoren der Entwicklung, so führte im 20. Jahrhundert die Erschließung umfangreicher Braunkohlevorkommen zur Herausbildung einer auf Braunkohle basierenden chemischen Industrie. Sie bildete die Grundlage für eine Reihe bahnbrechender Entwicklungen.
So war der Stickstoffdünger aus Piesteritzer eine Grundlage für die moderne Landwirtschaft und mit Leichtmetall aus Bitterfeld begann Hugo Junkers die Ära der zivilen Luftfahrt. Die synthetische Herstellung von Benzin und Kautschuk fand zuerst in Leuna und Buna statt und der erste Farbfilm der Welt kam aus Wolfen. Das Bauhaus in Dessau gilt weltweit als Wegbereiter der modernen Architektur und als Wiege des Designs. Heute dokumentieren zahlreiche Museen die Geschichte dieser industriellen Entwicklung und bilden gemeinsam mit einer fast 1.000-jährigen Bergbautradition den Schwerpunkt der Industriekultur in Sachsen-Anhalt.
Seit 2006 koordiniert der regionale Tourismusverband „TourismusRegion Wittenberg“ e. V. die touristische Vermarktung dieses Potenzials. Eine Broschüre zum Industrietourismus in Sachsen-Anhalt ist vor wenigen Tagen in zweiter Auflage erschienen. Mit der „Regionalen ERIH-Route Sachsen-Anhalt“ ist nun auch der Sprung in die Europäische Liga der Industriekultur gelungen.
Der Tag der Industriekultur, jeweils am dritten Sonntag im April, will vor allem die Menschen vor Ort auf die Zeugnisse der Industriekultur aufmerksam machen und damit die regionale Identität schärfen.

Eröffnung des
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- Radwegs
Am 20.April 2008 um 11:00 Uhr wurde in der Werkssiedlung Piesteritz der Radweg
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eröffnet. Er verbindet über rund 60 Kilometer die Lutherstadt Wittenberg mit Bitterfeld-Wolfen und macht die Erlebnisroute
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nun auch für Radfahrer attraktiv. Wer sich etwas länger in der Region aufhalten möchte, der kann entlang des Radweges nun auch um die Bergbaufolgeseen fahren, wodurch sich die Strecke mehr als verdoppelt. Ausgeschildert ist der Radweg mit dem Logo der Erlebnisroute.


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